Crowdfunding in der Filmfinanzierung

Filme leben meist von tollen Ideen und der Leidenschaft ihrer Macher. Kompliziert wird es in dem Moment, in dem es um die Zusammenstellung der Finanzierung geht. Schnell kann die Gruppe der Begeisterten überschaubar werden, wenn es um die konkrete finanzielle Beteiligung an einem Projekt geht.
Die klassische, professionelle Filmproduktion finanziert Projekte, indem verschiedene Bausteine zusammen geführt werden: Eigenkapital, Vorabverkäufe, Ko-Produktionsmittel, Verleihbeteiligungen, öffentliche Förderung und viele mehr.

Was tun jedoch, wenn man als Filmemacher noch ganz am Anfang seiner Karriere steht? Oder, wenn man schon einiges an Erfahrung hat, nun aber endlich das absolute Exotenthema bearbeiten möchte?

Schon früh haben Filmemacher das Finanzierungsmodell Crowdfunding entdeckt. Es eignet sich gut für Filmprojekte, weil man durch die Geschichte und erste Probeaufnahmen oder Trailer Menschen für Projekte begeistern kann. Auch hinsichtich der „Rewards“ ist Film ein dankbares Gut. Von der Namens-Nennung in den Filmcredits, bis zu einer exklusiven, signierten Erstpressung der DVD oder der Einladung zur Premiere sind hier viele Möglichkeiten denkbar.

Bei der Finanzierung eines Kurzfilms sind die kalkulierten Kosten überschaubar und man kann Crowdfunding parallel zu anderen Mittel-Akquisen laufen lassen oder sogar versuchen, den gesamten Film über Crowdfuning zu finanzieren. Auch wenn bereits andere Fianzierungsbestandteile gesichert sind, kann ein erfolgreiches Crowdfunding im Nachhinein einem Film noch sehr hilfreich sein: Sind z.B. viele Gagen-Rückstellungen von Schauspielern, Regisseur oder Produzent getätigt worden, kann man diese Teammitglieder im Falle eines erfolgreichen Crowdfunding am Ende doch noch entlohnen.

Auch bei größeren Projekten kann man, Teile eines Gesamtprojektes über Crowdfunding zu finanzieren. Da die meisten Plattformen nach dem Prinzip „all or nothing“ arbeiten, ist das Risiko für die Sponsoren gering und der Nutzen für die Produzenten groß.
Einige Filmemacher nutzen auch die projekteigene Öffentlichkeitsarbeit (Homepage etc.), um Spenden zu sammeln. Dies hat den Vorteil, dass man ab dem ersten Euro mit den gespendeten Mitteln planen kann. Der Finanzierungsbaustein platz nicht, wenn man sein Crowdfunding-Ziel evtl. nicht erreicht hat (was z.B. dem System auf Kickstarter entpräche), sondern fällt nur geringer aus.

Da Film ein hoch emotionales Gut ist, bei dem sich Menschen gerne involvieren lassen, eignet sich Crowdfunding hierbei als Finanzierungsmodell sehr gut. Offensichtich kauft man sich gerne in ein Stück „Hollywood“ ein und der Stolz den Namen im Abspann zu lesen oder auf die Premiere eingeladen zu werden, ist eine gute Motivation sich zu beteiligen.

Advertisements

Ein Gedanke zu „Crowdfunding in der Filmfinanzierung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s