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Taugt Crowdfunding auch für den Straßenbau? Nein, aber für Kunst…

Wenn wir von Crowdfunding reden, denken wir an Social Media, zumindestens an’s Internet – und ein bißchen getwitter sollte doch schon bitte dabei sein. Heute habe ich gelernt: das kann so sein, muss aber nicht so sein.

Wenn man sich ein wenig in die reale Welt verirrt  -und das im wahrsten Sinne des Wortes- und nach Hochstädten im Hessischen kommt, hat man die Chance für nur einen Euro Teil eines faszinierenden Crowdfunding-Projektes zu werden. Die Hochstädter haben eine „befahrbare Ausstellung“ gebaut, um einer Vollsperrung und damit verbunden 12 Kilometern Umweg zu entgehen. Die bereits eingefahrenen Schleichwege waren in so desolatem Zustand, dass auch diese die nächsten Monate nicht mehr überstanden hätten. Und da im Stadtsäckel kein Geld für den Bau einer Umgehungsstraße war, wurden die Bürger kreativ. Es gab eine Bürgerinitiative, die den Bau einer Schotterpiste erreichte und mit tatkräftiger Unterstützung der Bevölkerung innerhalb von vier Wochen sowohl das Risikokapital als auch sämtliche Unterlagen zusammen brachten.

Da der Straßenbau allerdings einer Bürgerinitiative untersagt ist, wurde die Schotterpiste als befahrbare Ausstellung deklariert. Die Beteiligten sind nach der Eröffnung der Umgehung vom 25.09. (nur zwei Tagen nach Baubeginn!) aufgerufen, die Kunstflächen am Rander der Schotterpiste zu bestücken.

Wer bereits im Vorfeld den Bau finanziell unterstützte, bekam zwei „Freifahrten“ und aktuell zahlt jeder Nutzer der Schotterpiste einen Euro pro Fahrt.

Das lokale Engagement sowohl finanzieller als auch organisatorischer und physischer Art ist zweifelsohne beeindruckend. Am meisten beeindruckt mich aber die Findigkeit und Kreativität, mit der dieses Projekt umgesetzt wurde.

Und weil es ganz ohne das Internet natürlich nicht geht, hier noch der Link zum Projekt: Unsere eigene Umgehung

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Crowdfunding – good, bad, ugly

Bei all den Recherchen bin ich auf einen Artikel gestoßen, der sehr beeindruckend zeigt, dass Crowdfunding nicht „mal so nebenbei“ gemacht werden kann. Und bei all den Erfolgsmeldungen und Best Practices auch eine gute Portion Arbeit dahinter steckt – Mißerfolge inbegriffen…

Selbst wenn die Resonanz auf ein Projekt groß ist und die Audience begeistert ist, heißt es nicht automatisch, dass die Briefbörsen geöffnet werden.

Artikel: my-kickstarter-experience-the-good-bad-and-ugly