Räumliche Distanz und Beziehungen

Als Public Enemy das Funding-Ziel über 50.000 Dollar im Oktober 2010 auf der Plattform Sellaband erreicht hatten, wollte ich über die Believers-Historie herausfinden, welcher Investor in welcher Phase des Projektes wieviele Anteile gekauft hatte.

Leider war das nicht so deutlich nachzuvollziehen, wie ich es mir erhofft hatte und der geplante Artikel konnte nicht erscheinen.

Im Januar 2011 haben Ajay Agrawal, Christian Catalini und Avi Goldfarb von der Universität von Toronto „The Geography of Crowdfunding*“ veröffentlicht. Und liefern damit eine tolle statistische Untersuchung zum Thema Crowdfunding.

Als Datengrundlage wurde jedes Investment auf der Plattform sellaband.com von August 2006 bis September 2009 analysiert. Insgesamt wurden in dem Zeitraum mehr als zwei Mio. Dollar investiert. Dabei haben „nur“ 34 Projekte 50.000 Dollar (und mehr) erzielt und damit 73% der kompletten Spendensumme über die Jahre (2 Mio Dollar) beigetragen. Diese 34 Projekte dienten als Grundlage für weitere Untersuchungen innerhalb der Studie bezüglich der Investoren und der räumliche Nähe/Distanz und bezüglich der persönliche Nähe/Distanz der Investoren zu den Projektinhabern.

Während Studien besagen, dass die räumliche Nähe von Investitoren zu einem Projekt eine große Rolle spielen, entfallen auf Crowdfunding Plattformen wie Sellaband räumliche Hürden. Und trotz allem erläutern die Autoren der Studie, dass räumliche Distanzen in den verschiedenen Phasen eines Projektes doch wiederzufinden sind.

Nach den Untersuchungen sind vor allem regionale Investoren in der ersten Phase der Projektfinanzierung ausschlaggebend und agieren unabhängig von anderen Investoren. D.h. es wird unabhängig davon investiert, wer oder wieviele Investoren sich bereits an einem Projekt beteiligt haben. Das liegt wahrscheinlich an der persönlichen Beziehung dieser ersten „Investoren-Gruppe“ (von den Autoren als F&F – Family and Friends bezeichnet) zu den Projektinhabern. So kommen Agrawal et al. zu dem Schluss, dass zwar räumliche Kosten über die Internetplattformen entfallen, aber soziale Beziehungen (und damit das räumliche Umfeld) sehr wohl eine Rolle spielen.

Mit den Investitionen der F&F’s (die sich in der Finanzierungsphase bis 10.000 – 20.000 Dollar einbringen) wird für andere Investoren ein Zeichen gesetzt, die zu einer späteren Phase die Finanzierung voranbringen. Sehr schön hat das Gijsbert Koren auf smartermoney grafisch dargestellt.

Die vollständige Studie inkl. aller Tabellen und Zahlen, findet sich bei Avi Goldfarb auf der Seite der University Toronto unter Working Papers: http://www.rotman.utoronto.ca/~agoldfarb/crowdfunding.pdf

Well done!

Best Practice: Bulungi – Hilfe für Kinder in Uganda e.V.

Hier ein erstes Beispiel für gelungenes Crowd Funding für humanitäre Projekte.

Bulungi – Hilfe für Kinder in Uganda e.V. setzt sich in Form von Patenschaften und Projekten für Kinder in Uganda ein – und das für mittlerweile 12 Kinderheime bzw. sogenannte „Foster Families“ sowie eine Schule, die durch zwei Partnerorganisationen vor Ort betreut werden.

Bulungi hat schon 15 Projekte erfolgreich über Betterplace finanziert, ein aktuelles Projekt ist derzeit zu 50 % erfüllt.

http://www.bulungi.de/

Die Projekte bei Bulungi sollen die Kinderheime unterstützten, es soll eine Verbesserung des Lebensstandards erreicht werden. Manche Projekte betreffen auch nur einzelne Kinder und Jugendliche, um ihnen die Schulbildung oder Ausbildung bzw. auch ein Studium zu ermöglichen, sofern hier keine Paten einspringen können.

http://de.betterplace.org/organisations/ugandakids

Auf Betterplace selbst werden die Projekte genau beschrieben und auch die Umstände, wie es dazu kam, das Projekt ins Leben zu rufen. Darüber hinaus werden Fortschritte auf Betterplace bekannt gegeben, genauso wie sich hier meistens auch Fürsprecher und Projektbesucher finden, die das Projekt aus persönlicher Sicht genauer erörtern und empfehlen können.

Zusätzlich werden die Projekte auch auf der Homepage von Bulungi beschrieben und alle Paten und Vereinsmitglieder werden, so fern nicht anders gewünscht, per E-Mail auf die Projekte und die Fortschritte aufmerksam gemacht.

Auch nach Abschluss der Projekte wird etwas über den Ausgang des Projektes berichtet, meist auch anhand einer Fotodokumentation und Dankesworten aus Uganda.

Durch diese Aktionen fühlen sich die Spender eingebunden und sind auch gerne bereit in Zukunft Bulungi nach den eigenen Möglichkeiten zu unterstützen.

Dieses Best Practice Beispiel zeigt, wie man auch durch viele kleine Spenden etwas erreichen kann, nämlich in dem man den Gesamtbedarf der Projekte in kleine, überschaubare Teile bzw. Positionen stückelt. Somit weiß man als Spender genau, wofür man gespendet hat. Sobald ein Teilbedarf vollständig finanziert ist, wird dieser schon von Betterplace ausgezahlt. Außerdem zeigt das Beispiel, dass man auch nach Beendigung des Crowd Fundings noch Informationen über den Ausgang des Projektes teilen sollte, damit die Spender auch in Zukunft bereitwillig spenden.

Tino Kreßner von Startnext über Crowdfunding und Tipps & Tricks für erfolgreiche Projekte

Startnext.de ist eine Crowdfunding Plattform in Deutschland, um Künstler, Musiker, Filmemacher -also Kreative jeglicher Art- in der Umsetzung ihrer Projekte zu unterstützen. Das Prinzip: die Starter (Projektteams) suchen Supporter (Finanziers) für ihre Projekte, um für diese innerhalb eines bestimmten Zeitraumes das Budgetziel zu erreichen. Nach Beendigung des Finanzierungszeitraums wird das Geld an die Starter ausgezahlt, sofern der komplette Beitrag zusammengekommen ist. Die Supporter erhalten im Gegenzug für ihre Unterstützung Goodies von den jeweiligen Startern – sei es eine handsignierte CD, ein lebenslanger Backstage-Ausweis für Konzerte, die Nennung im Abspann eines Filmes oder vieles mehr. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Im Interview gibt Tino Kreßner Einblicke zum Thema Crowdfunding und der deutschen Plattform Startnext.

bpc: Wie seid ihr auf die Idee für Startnext gekommen?

Tino Kreßner: Die Idee zu Startnext ist über drei Wege gekommen. Mit unserem Spielfilm „Mitfahrgelegenheit“ hatten wir unter filmtrip.de die erste Web 2.0-Spielfilmproduktion realisiert und konnten mit der Kraft der Community als einstiges Studenten-Projekt sogar in die Kinos gelangen. Über 2.150 Personen standen bei uns im Abspann, die von der Schauspieler-Auswahl, Storydiskussion, Titel, Merchandising, Soundtrack, usw. verschiedenste Etappen mitgestaltet haben. Die daraus entstandene Mundpropaganda und das Interesse rund um den Film war enorm, so dass wir uns überlegt hatten, dieses Prinzip auch für andere Filmemacher einfach realisierbar zu machen. In meiner Abschlussarbeit habe ich u.a. über SellaBand geschrieben, die als Crowdfunding Plattform für Musiker nun bereits über drei Jahre am Markt sind. Wir haben uns also überlegt dieses Konzept auch auf den Filmbereich zu übertragen. Anfang 2009 habe ich dann für die Abschlussarbeit und das Vorhaben den HORIZONT Award gewonnen, stand aber etwas auf der Bremse, um mit unserer Firma erstmal eine eigene Existenz aufzubauen. Zu dieser Zeit sind wir mit der Firma tyclipso.net zusammen gezogen, die gerade an dem Projekt Seedmatch.de arbeiteten, bei dem man Mikro-Business-Angel von Startups werden kann. Im Zuge deren Recherche hat der Geschäftsführer von tyclipso.net Denis Bartelt die gerade neu gestartete Plattform Kickstarter.com entdeckt und noch im September 2009 haben wir mit der Konzeption zu startnext begonnen.

bpc: Und aus wieviel Personen besteht Euer Team?

Tino Kreßner: Im Kern bestehen wir aus drei Personen. Neben Denis Bartelt (tyclipso.net), arbeitet Alexandra Harzer mit mir (MedienWG) eng zusammen. Als Software-Entwickler beschäftigen wir weitere vier Personen von tyclipso.net und drei weitere Mitarbeiter von der MedienWG unterstützen das Projekt teilzeit. Von extern sind drei Experten in den Bereichen Finanzen, Recht, Steuern aktiv und einer betreut unsere Kultur-Dependence in Berlin. So kommen wir derzeit auf 14 Mitarbeiter bei Startnext, die aber größtenteils nur teilzeit an dem Projekt arbeiten. Wir hoffen natürlich zukünftig mit Startnext weitere Arbeitsplätze schaffen zu können.

bpc: Zur Zeit sind Projekte aus den Bereichen Event, Video, Musik, Literatur und Fotographie zu unterstützen. Mit welchen Ideen kann man sich bei startnext anmelden? Und wie funktioniert das?

Tino Kreßner: Startnext ist spezialisiert auf kreative Projekte. Wir schließen Startups aus, die Unterstützer am Gewinn beteiligen möchten oder reine soziale Projekte, bei denen es um das Sammeln von Spenden geht. Ein großer Erfolgsfaktor für das Crowdfunding sind bei uns die Dankeschöns, als Motivation Projekte schon in so einem frühen Status zu unterstützen. Unsere Projektinitiatoren heißen Starter. Jeder mit einer Idee oder einem schon laufenden Projekt kann dies auf startnext.de inhaltlich und multimedia ausgestalten. Der Starter gibt ein Budget an, definiert Dankeschöns und legt einem Zeitpunkt fest, bis wann er das Geld benötigt. Hat er bis zu diesem Tag die benötigte Summe zusammen, so bekommt er das Geld unmittelbar ausgezahlt, wenn nicht fließt es zurück zu den Unterstützern.

bpc: Neben „normalen“ Supportern wollt ihr auch Kultursponsoring und CSR Marketing für Firmen als Schwerpunkt anbieten. Was genau bedeutet das für eine interessierte Firma?

Tino Kreßner: Aus unserer Agenturtätigkeit heraus kennen wir genau die Bedürfnisse von Unternehmen in der Online-Kommunikation und werden dafür gezielt Premiumdienste und -profile anbieten, die für Organisationen und Unternehmen kostenpflichtig sein werden. Durch die Unterstützung von Unternehmen haben auch größere Projekte auf Startnext die Chance vollständig finanziert zu werden. Zudem möchten wir die Provision seitens Startnext bei der erfolgreichen Finanzierung eines Projektes minimieren. Dazu beantragen wir aktuell den Status der Gemeinnützigkeit. Das Business bei Startnext liegt im Bereich der Unternehmen, mit denen wir ab 2011 starten möchten.

bpc: Warum wird das gesammelte Geld nur ausgezahlt, wenn das Budgetziel zu 100% erreicht wurde? Würde nicht dem ein oder anderen Künstler auch ein Teilbetrag schon weiterhelfen?

Tino Kreßner: Die Unterstützer wählen beim Geldgeben ein bestimmtes Dankeschön aus, das ihnen nach Projektabschluss auch zusteht. Würde die Finanzierung scheitern, aber der Projektinitiator trotzdem das Geld bekommen, müsste er das Dankeschön ausliefern, wodurch wir ihn teilweise in enorme finanzielle Schwierigkeiten bringen würden. Angenommen der Starter möchte einen Film produzieren und die Unterstützer finanzieren das Projekt vor und freuen sich auf die fertige DVD. Zur Realisierung fehlen dem Starter aber am Ende noch mehrere tausend Euro, die er nun aus privater Tasche finanzieren müsste. Startnext möchte den Projektinitiatoren helfen und diese nicht zusätzlich belasten. Selbst wenn der Starter bereit wäre, das Projekt auch nur mit einem Bruchteil des benötigten Budgets zu realisieren, so kann davon ausgegangen werden, dass es nicht mehr zu der versprochenen Qualität umgesetzt werden kann, als der Unterstützer das Geld gegeben hat.

bpc: Zur Zeit seid Ihr noch in der Beta-Phase, aber ergänzt sukzessive Eure Plattform mit weiteren Funktionen. Ab November wird es einen Startbutton geben. Sobald ein Projekt über diesen Startbutton 100 Interessenten gefunden hat, wird das Projekt zur Budgetfinanzierung freigegeben. Das soll die Qualität und wahrscheinlich auch das Interesse an den eingestellten Projekten sicher stellen.

Tino Kreßner: Mit dem Startbutton möchten wir Projektinitiatoren die Chance geben, erstmal Feedback von den engsten Freunden und Fans zu bekommen. Denn nach Start der Finanzierung kann ein Projekt nicht mehr geändert werden. Wenn ein Projekt 100 Befürworter/Fans gefunden hat, kann es sofort mit der Finanzierung los gehen. Das ist dann auch ein Indiz für den Starter, dass sein Projekt Potential hat. Wenn die 100 Fans nach einem Monat nicht erreicht sind, kann er das Projekt nochmal anpassen und das wichtige Feedback der Fans und Freunde mit einbinden. Wir möchten damit natürlich auch die Qualität der Projekte auf der Plattform sichern. Andere internationale Plattformen gehen nur auf Quantität und prüfen die Projekte überhaupt nicht. Als Unterstützer macht es mir hier keinen Spaß mich durch die teilweise schlechten Konzepte und Videos zu klicken.

bpc: Welche Tipps würdet Ihr den Projektteams geben, um erfolgreich zu sein?

Tino Kreßner: Die zwei Erfolgsfaktoren für Startnext sind Inhalte und Dankeschöns. Als erstes muss das Projekt gut durchdacht sein. Das Team muss es schaffen dies zu transportieren und die Begeisterung auf die Unterstützer zu übertragen. Jedes Projekt ist einzigartig und bei Startnext reicht es nicht, ein Formular auszufüllen, wie bei den Förderanstalten, sondern der Funke muss überspringen. Projektdarstellungen sollten einige der folgenden Faktoren beinhalten: authentisch, transparent, professionell, lustig, mitreisend, neugierig machend, spannend oder auch einfach unterstützenswert sein. Während des Projektes können die Supporter über den Projektblog mit involviert und zu begeisterten Weiterempfehlern motiviert werden. Neben dem eigenen Netzwerk geht es immer darum Mundpropaganda auszulösen. Dazu werden wir die entsprechenden Instrumente anbieten. Mit den Dankeschöns kann der Supporter durch seine Unterstützung Dinge erhalten, die er so niemals in einem Laden kaufen kann – nur während der Finanzierungsphase hat er darauf die Chance. Hier können die Starter bewusst Anreize schaffen.

bpc: Wie sieht generell Eure Betreuung der Projekte aus? Steht Ihr den Startern beratend zur Seite, prüft Ihr vorab die Konzepte?

Tino Kreßner: Jedes Projekt wird von uns betreut. Dazu prüfen wir die Projektbeschreibung zunächst formal und geben dann noch wertvolle Tipps und Hinweise. Viele der Projektinitiatoren sind zunächst mit uns per Email oder Telefon in Kontakt, bevor sie das Projekt überhaupt einstellen. Uns ist natürlich wichtig, dass die Projekte auf startnext erfolgreich werden. Die Konzepte an sich prüfen wir nicht – wir maßen es uns nicht an Kunst oder Kultur beurteilen zu können, geben aber den Blick von außen, wie das Konzept wirkt und wo vielleicht Verständnisprobleme sind. Geprüft wird das Konzept inhaltlich dann per Startbutton durch 100 Personen.

bpc: Was ist ein ’no go‘ bei Crowdfunding?

Tino Kreßner: Fehlende Emotionen. In Deutschland haben wir eine Förderlandschaft und die meisten Kulturschaffende mussten über Jahre hinweg Förderanträge schreiben und Richtlinien einhalten. Das merken wir heute noch in den ersten Versionen der Projektbeschreibungen bei startnext, die oftmals sehr korrekt sind, aber nicht begeistern können. Weiterhin ist es unbedingt wichtig, dass sich das Budget erklärt und die Supporter wissen für was sie Geld geben. Viele versuchen ihr einen möglichst hohen Betrag zu nehmen und vertrauen noch nicht in das Potential der Überfinanzierung.

bpc: Ihr wart in letzter Zeit viel unterwegs und habt Euere Plattform publik gemacht. Wie war die Resonanz?

Tino Kreßner: Wir haben das Gefühl, genau zur richtigen Zeit mit unserer Plattform zu kommen. Einige Kreative wünschen sich das Potential ihrer Fans, die sie bereits selbst über Facebook und MySpace erreichen können, zu nutzen und diese mit in ihre Projekte einzubinden. Von vielen werden wir als das deutsche Kickstarter gehandelt. In Deutschland müssen wir aber auf die speziellen Bedürfnisse der Vereine und der Förderlandschaft eingehen. Da wir selbst über Jahre hinweg mit unserem eigenen Verein Projekte realisiert haben und ich meist bei den Förderanträgen dabei war, weiß ich auch, wie viel kreatives Potential hier verlorgen geht. Zudem werden jedes Jahr die Ausgaben des Staates für Kultur um 220 Mio. Euro gekürzt. In Startnext sehen wir und auch unserer Unterstützer das Potential die Kulturlandschaft unseres Landes aufrecht zu erhalten und gemeinsam etwas bunter zu machen.

bpc: Mit der Zeitmaschine geht’s ein Jahr weiter. Wie sieht Startnext jetzt aus und was werden Eure Erfolge sein?

Tino Kreßner: Wir haben für die nächsten Jahre natürlich eine Entwicklungs-Roadmap aufgestellt. Wir wissen also in der Theorie genau, wie sich die Plattform in den nächsten Monaten entwickeln wird und welche Features noch hinzukommen werden. Das spannende ist aber, auf die dynamischen Entwicklungen einzugehen und Startnext stets an die Bedürfnisse anzupassen. Bis in einem Jahr möchten wir bei Startnext festangestellte Mitarbeiter beschäftigen können. Dazu wird es von großer Bedeutung sein, etablierte Künstler auf der Plattform zu haben, die eine breite Öffentlichkeit erreichen. Unser Ziel ist es, dass 75% aller eingestellten Projekte erfolgreich werden. Unser größter Erfolg wird es sein, dass wir Künstlern das Sprungbrett geboten haben, ihre Vision zu verwirklichen und vielleicht auch seitdem von ihrer Kunst leben können.


Wir danken Tino Kreßner für das Interview und wünschen dem ganzen Startnext-Team weiterhin viel Erfolg.

„Mickey wants you to talk about him“

Nein, es handelt sich nicht um einen Musiker „abroad“, der unsere Aufmerksamkeit erweckt hat. Mickey Monroe ist gebürtiger Nürnberger, der in München lebt und seit 2003 als Musiker und Songwriter unterwegs ist.

Und das Besondere dieses Musikers: hinter ihm steht keine Plattenfirma, die ihn promoted und unterstützt. Vom Plattenverkauf, der Vermarktung bis hin zum Verkauf der Konzerttickets liegt alles in seiner Hand und wird durch ihn abgewickelt.

Mit viel Kreativität versteht er es, seine Musikkarriere aufzubauen und seine Fan-Gemeinde aktiv einzubinden.

Auf Facebook hat er über 1100 Fans , auf  Twitter findet ein regelmäßiges und authentisches Update seiner musikalischen Aktivitäten statt, aber MySpace – ja MySpace- nutzt er in vollem Umfang und mit tollen Ideen.

Auf MySpace hat Mickey Monroe mittlerweile über 770.000 Profilaufrufe  und neben aktuellen Hinweisen fallen vor allem die Banner zu den „Streetteams“ und „Supportern“ auf. Die „Streetteams“, setzen sich aus Freunden und Freiwilligen zusammen, die Werbung machen und Flyer verteilen – als Gegenleistung erhalten sie Konzertkarten gratis. Die Supporter sind Gruppen, die nach Bundesländern/Staaten (USA) unterteilt sind und den Austausch über Mickey Monroe auf lokaler Ebene am Laufen halten sollen. Eher eine „inoffizielle“, aber öffentliche Gemeinde, in der jeder Auftrittsorte vorschlagen oder Konzerterfahrungen innerhalb der Fangemeinde austauschen kann (Beispiel: Bayern).

Und auch hier ist Mickey Monroe wieder aktiv: er postet Neuigkeiten, stellt Videos der Auftritte zur Verfügung, twittert über bevorstehende Proben und macht seinem MySpace-Slogan „IM ALLEINGANG ZUM ROCKSTAR“ alle Ehre. Ein beeindruckendes Beispiel darüber, wie man seine Fans involviert und über viel, viel Arbeit und Kreativität seinen Weg geht.

Well done, we talked about you…

Weitere Links:
Konzertinfos und Tourdaten: http://www.mickeymonroeconcerts.de
Website (im Aufbau): http://www.mickeymonroe.eu/
Onlineshop: http://www.mickeymonroeonlineshop.eu/

Interview mit Tim Busse: Geschäftsführer von mySherpas

Crowdfunding, Crowdfinancing, Crowdsponsoring. Hinter diesen Begriffen steckt die Idee, durch die Beteiligung einer Gruppe von Interessierten, ein Film-, Literatur-, Musik- oder gemeinnütziges Projekt zu finanzieren.
Natürlich kann man Einzelaktionen auf Projekthomepages und in speziellen Foren bewerben und an unterschiedlichster Stelle zu Spenden aufrufen. Zunehmend finden sich jedoch auch Plattformen, die eine besondere Infrastruktur, meist inklusive Bezahlsystem, bieten, um Projekte zu präsentieren und zu finanzieren und gleichzeitig eine Community aufzubauen und anzusprechen.

Eine der wenigen deutschen Plattformen, die eine solche Infrastruktur anbieten, ist das neue Portal mySherpas.com. Wir sprechen mit Tim Busse, einem der beiden Gründer von mySherpas.com:

Du baust zusammen mit Deinem Partner Markus Zabel eine Plattform auf, die Raum für Crowdsponsoring Projekte bieten soll.

Was versteht Ihr unter Crowdsponsoring und was zeichnet Eure Plattform aus?

Wir bieten auf unserer Community-Plattform eine Kombination aus den beiden Themen Crowdfunding und Fundraising, darum sprechen wir von Crowdsponsoring. Die Masse unterstützt den Einzelnen mit einem kleinen Beitrag.
Bei uns haben Menschen mit Ideen die Möglichkeit, ein Projekt zu präsentieren, an das sie glauben, für dessen Umsetzung ihnen aber das Startkapital fehlt. Die Projektinhaber (die sog. Gipfelstürmer) stellen ihr Projekt über das Portal einer breiten Öffentlichkeit per Video, Audio, Text oder Bildern vor und rühren dann die Werbetrommel über Freunde, Bekannte, Soziale Netzwerke oder die Medien. Dabei geben diese Sponsoren/Sherpas nicht nur Geld, sondern machen durch ihre sichtbare Unterstützung auch Mut.

mySherpas.com bieten dafür eine optimale Plattform, die es dem Gipfelstürmer ermöglicht sein Projekt optimal zu präsentieren und für sich zu werben. Wir schaffen mit mySherpas.com eine Plattform, die sich durch das einfache Handling und das äußert klare Design auszeichnet. Bei uns stehen die Projekte der Projektinhaber im Vordergrund und wir ermöglichen im Rahmen des Sponsorings die einfache und sichere Unterstützung via PayPal oder Direktüberweisung.

Unser Motto hier ist: Einfach – Sicher – Erfolgreich!

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, eine Crowdsponsoring-Plattform ins Leben zu rufen?

Das Konzept Crowdsponsoring ist nicht neu. In Amerika wird es schon seit mehreren Jahren durch unterschiedliche Marktakteure erfolgreich betrieben. Wir sind davon überzeugt, dass dieses Konzept tragbar ist und auch in Deutschland und Europa erfolgreich sein kann. Crowdsponsoring ist einfach und für jeden nachzuvollziehen.

Wir haben uns gedacht, was in den USA sehr erfolgreich funktioniert, muss bei uns auch funktionieren. Auch wenn die europäische Spendenkultur eine andere ist, so sind wir davon überzeugt, dass wir hier mit mySherpas.com diese Kultur verändern und so zahlreiche Ideen Wirklichkeit werden lassen können.

Wer verbirgt sich hinter dem Team von mySherpas?

Gegründet wurde das Unternehmen von mir, Tim Busse und meinem Partner Markus Zabel. Zur Verstärkung des Teams haben wir im Rahmen der Gründung im Sommer 2010 einen Rechtsanwalt, eine Texterin und eine PR-Agentur mit ins Boot geholt, um genügend Ressourcen zu haben, um das Thema adäquat vermarkten zu können.

Wir selbst kennen die Herausforderung, nicht genügend Geld zu haben, um unsere Ideen umzusetzen. Darum wollen wir andere mit unserer Plattform unterstützen, ihre Projekte Wirklichkeit werden zu lassen.

mySherpas.com wurde soeben gelauncht und ihr sammelt gerade die ersten Projekte, die es zu finanzieren gilt. Gibt es einen Fokus auf Projekte aus bestimmten Bereichen?

Fokussierung ist in der heutigen Zeit sicherlich ein wichtiges Schlagwort, allerdings nicht für unsere Crowdsponsoring-Plattform. Bei unseren Projekten gibt es keinen reinen Themenfokus, denn wir sehen den Nutzen unserer Plattform in unterschiedlichsten Bereichen. Wir sind davon überzeugt, dass sowohl Filmemacher, aber auch Künstler, junge Unternehmer oder Erfinder ihre Ideen auf der Plattform vorstellen werden. Musiker und andere kreative Menschen sind bei uns natürlich auch herzlich willkommen. Wir sind offen für alle Themen, sofern sie rechtlich in Ordnung sind.

Wie fällt das erste Feedback aus, gibt es bereits erste Projekte auf eurer Seite?

Ja, wir sind gerade zum 21. Oktober losgelaufen und treiben das Thema nun mit Vollgas voran. Wir konnten auch schon mit den ersten Projekten starten und es werden weitere folgen. Wir freuen uns über jedes neue Projekt. Sofern man das nach ein paar Tagen sagen kann, erhalten wir grundsätzlich positives Feedback und viel Zuspruch. Mal abwarten, wie groß die Bereitschaft der Leute sein wird, andere Menschen bei ihren Vorhaben zu unterstützen und ihnen so die Möglichkeit zu geben, ihre Projekte zu realisieren. Wir sind verhalten optimistisch, denn wir wissen natürlich auch, dass es genügend Skeptiker gibt. Wir wollen die Welt ein wenig bunter machen und freuen uns über jeden, der mitmacht, egal ob als Gipfelstürmer oder Sherpa. Crowdsponsoring lebt von der Masse. Wenn jeder ein bisschen gibt, dann kommt am Ende trotzdem viel zusammen und Projekte werden Realität.

Eine der bekanntesten Crowdfunding-Plattformen ist momentan die amerikanische Seite Kickstarter.com.

Warum braucht Deutschland und Europa eine weitere, bzw. eine eigene Plattform für das Thema Crowdsponsoring?

Kickstarter.com konzentriert sich bisher nur auf den US-Markt. Für deutsche Projekte ist es schwer, dort Unterstützer zu finden. Daher wollten wir das Thema dem deutschen und europäischen Markt nicht länger vorenthalten. Wir haben uns gesagt, wir legen los und bauen die Plattform jetzt und schauen nicht zu, bis andere aktiv werden.

Wir sind davon überzeugt, dass es Vertrauen schafft, wenn die Homebase der Plattform in Europa, besser gesagt in Deutschland, liegt. Der Nutzer fühlt sich einfach wohler, wenn er Projekte in seiner Muttersprache einstellen kann und das deutsche Recht Anwendung findet. Wir sind darum auch bemüht, die bestmöglichste Transparenz bei unseren Aktivitäten einzubringen, so dass jeder genau nachvollziehen kann, wie unser Geschäftsmodell aufgebaut ist, welche Kosten wo entstehen und wie sich mySherpas.com finanziert.

Zudem unterscheiden wir uns auch von den amerikanischen Plattformen, denn wir verbinden Crowdfunding und Fundraising und erzeugen so eine Art „Cross-Selling-Effekt“ und sprechen eine breitere Masse an, d.h. wir vereinen auf mySherpas die Crowdfunding und Fundraising Gemeinde.

Das Prinzip Crowdsponsoring ist ja in Deutschland noch nicht so weit verbreitet, habt Ihr eine Idee warum das so ist?

Die Spendenkultur in Deutschland ist karitativer Natur, was ja per se auch eine Art Crowdsponsoring ist, nur dass man dafür eine Spendenquittung erhält, die steuerlich absetzbar ist. Ganz so unbekannt ist das Thema also gar nicht. Wir möchten die Leute mit unserer Plattform vielmehr dazu bringen, umzudenken und ihnen aufzeigen, dass es auch ein gutes Gefühl vermitteln kann, wenn man andere dabei unterstützt, eine geniale Idee oder ein gutes Projekt zu realisieren, und dass es dabei nicht immer um einen ausschließlich gemeinnützigen Zweck gehen muss. Es kann auch einfach verrückt sein.

Je verrückter, je ausgefallener, je besser. Man kann auch auf diese Art, die Kultur und die Gesellschaft verändern. Die Frage nach dem „Warum“ sollte daher vielleicht gar nicht gestellt werden. Ich denke, manchmal ist es einfach an der Zeit, etwas zu wagen und damit sollte jeder dann auch direkt beginnen! Einfach nur nachzudenken und zu diskutieren, ist verlorene Zeit. Ein eigenes Projekt zu kreieren oder einen anderen zu unterstützen, das ist etwas sinnvolles! Also, lasst uns gleich damit beginnen! Erzählt Euren Freunden von mySherpas.com und tragt die Idee des Crowdsponsoring in jeden Winkel Deutschlands!

Wie soll das funktionieren?

Das funktioniert ganz einfach! Jeder sollte seine Freunde am besten noch heute entweder per Facebook, studiVZ, meinVZ, Xing oder Mail einladen, sich unsere Plattform anzuschauen und über das Thema Crowdsponsoring zu reden. Lasst uns die Diskussion einfach mal treiben und versuchen die zurückhaltende Sponsoringkultur in Deutschland aufzubrechen!

Wenn ich nun Lust bekomme, als Gipfelstürmer ein eigenes Projekt sponsoren zu lassen, wie geht das?

Als erstes besuchst du unsere Seite, registriert sich und schaust dir mal ein paar Projekte der anderen Gipfelstürmer an. In unserem Basislager wirst du viele wichtige Fragen und Antworten rund um das Anlegen eines Projektes finden. Anschließend klickst du einfach nur auf den Button „Eigenes Projekt starten“ und los geht es! Wenn du dann die ausgefüllte Projektvorlage abgeschickt hast, wird das mySherpas Team deinen Antrag prüfen und umgehend freigeben. Danach bist du gefragt, denn als Gipfelstürmer musst du dein soziales Netzwerk antreiben und die Werbetrommel für dein Projekt rühren. Nur so wirst du dein angegebenes Projektbudget erreichen und mit deinem Projekt erfolgreich werden. Da wir das Alles-Nichts-oder-Prinzip als Richtlinie verfolgen, erhält bei uns auch nur derjenige seine Sponsorengelder, der seine Projektbudget vollständig gesponsert bekommt. So geht niemand ein Risiko ein.

Ein Projekt online zu stellen, ist die eine Sache, aber die Frage bleibt, warum sich Menschen an Projekten beteiligen. Muss man dafür besondere Anreize schaffen und gibt es erste Erfahrungen im europäischen Raum, wie gut sich Sponsoren finden lassen?

Die Anreize bzw. Prämien, aber auch die Projektpräsentation, sind sicherlich ein wesentlicher Punkt des Crowdsponsoring, gerade um das Projekt erfolgreich werden zu lassen. Ein wichtiger Schritt ist das Projektvideo, in dem die Emotionen so rüber kommen, dass der Gipfelstürmer die Sherpas dazu bringt, dass eine Vertrauensebene aufgebaut wird. Aber die Leute wollen sich natürlich mit dem Projekt verbunden fühlen und etwas zurückbekommen, wobei da definitiv der ideelle Wert der Prämie zählt. Dabei sein ist alles.

Anhand Deiner Antworten wird klar, dass ihr mit viel Herzblut bei der Sache seid und voll hinter eurem Projekt steht. Aber mySherpas ist sicherlich kein Projekt aus reinem Selbstzweck. Wie finanziert ihr Euch?

Die Finanzierung folgt den gängigen Methoden. Die Nutzung der Plattform ist kostenlos, allerdings fällt eine Bearbeitungsgebühr im Falle einer erfolgreichen Projektwerbung in einer Höhe von 10% der gesamten eingenommenen Gelder an. Es gibt keine weiteren versteckten Kosten, damit sind alle Kosten gegenüber mySherpas abgedeckt, auch die PayPal-Kosten und Mwst. Aufwände.

Wie ist die weitere Planung für mySherpas?

Wir planen die Plattform in den nächsten Monaten zu europäisieren, d.h. es werden weitere Sprachen folgen. Zudem vermarkten wir die Plattform und sind auf der Suche nach zahlreichen attraktiven Projekten. Es bleibt natürlich auch nicht aus, dass wir unsere Gipfelstürmer bei der Präsentation ihrer Projekte unterstützen und auch über Öffentlichkeitsarbeit antreiben. Wir werden mit Partnern zusammenarbeiten, die hier aktiv bei der Projektvorbereitung und –durchführung mit ihrer Expertise und dem entsprechenden Know-How bedarfsweise von den Projektinhabern angesprochen werden können.

Vielen Dank für das Interview! Wir wünschen mySherpas viel Erfolg und viele spannende Projekte!

LEG IHN UM! – Jetzt den neuen Film von Jan Georg Schütte mitfinanzieren!

Jan Georg Schütte wurde mit Filmen wie DIE GLÜCKLICHEN und seiner TV-Serie KOFFIE TO GO bekannt. Auf seiner Homepage sagt er selbst: „16 Stunden Dreh am Stück, radikal kurze Drehzeiten und 4 Kameras gleichzeitig – das sind unsere Mittel mit denen wir in den letzten 6 Jahren Kinofilme gemacht haben“.
Auch sein neues, spannendes Projekt LEG IHN UM, ein Familienfilm der etwas anderen Art, wird durch viel Improvisation und den eigenwilligen Arbeitsstil des Regisseurs entstehen.

Der Film ist bereits zu Teilen finanziert und wird unter anderem von der nordmedia in Niedersachsen und Bremen sowie der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein unterstützt. Das Gesamtbudget ist derzeit auf 500.000 Euro festgelegt. Durch private Investoren, Fans und Sponsoren aller Art wollen Schütte und die Hamburger Produktionsfirma Riva Film rund 350.000 Euro sammeln. Drehstart soll im April 2011 sein.

Die Beteiligung an LEG IHN UM! ist ab der ersten Filmsekunde möglich. Von der Erwähnung auf der Homepage (25 – 100 Euro) bis zum Besuch am Filmset (5.000-10.000 Euro) ist jede Beteiligung denkbar. Leg was an! – lautet die Devise.

LEG IHN UM! wirft eine makabere Frage auf: Würdest du deinen Vater umbringen, wenn er dich darum bittet?

Und wenn dies die einzige Möglichkeit wäre, ein gigantisches Vermögen zu erben?
Und was würdest du tun, wenn er sterbenskrank wäre?
Was werden die Familienmitglieder der ehrwürdigen und reichen Traditionsfamilie Manzl tun?
Der alte und kranke Patriarch strebt eine radikale Lösung für seine Krankheit und die Übergabe der Firma in die Hände des durchsetzungsstärksten Nachfolgers an:

Wer es schafft, ihn innerhalb der nächsten Woche ins Jenseits zu befördern, bekommt die Firma. Schafft es keiner geht das Familienimperium an eine Stiftung.
Die Zeit läuft für die 4 Geschwister und ihre Partner. Allesamt sind sie den satten Reichtum gewohnt. Verzichten will keiner, aber den eigenen Vater umlegen – das ist eine Sache für sich.

Tut doch mal was fürs Klima – und wenn es erst mal ein Film ist!

Ein früher Tester und ein erfolgreiches Beispiel des Finanzierungsmodells Crowdfunding ist der Film THE AGE OF STUPID, der schon 2004 via Crowdfunding finanziert wurde.

Es dauerte insgesamt vier Jahre, bis der Film finanziert und fertiggestellt wurde. Das Dokudrama der Regisseurin Franny Amstrong beschäftigt sich mit den Fragen der Klimaveränderung. Aus Sicht eines alten Mannes (gespielt vom oskar-nominierten Pete Postlethwaite), der ganz alleine im Jahr 2055, in einer völlig zerstörten Welt lebt, werden Fragen an die Gesellschaft 2008 gestellt: Warum wurde diese Klimakatastrophe nicht verhindert?
Zur Beantwortung dieser globalen Frage folgt der Film den Geschichten von sieben dokumentarischen Personen, dem britischen Windfarmer Piers Guy, dem Chef einer indischen Fluglinie, Jeh Wadia, der nigerianischen Medizinstudentin Layefa Malemi, dem französischen Bergführer Fernand Pareau, den irakischen Flüchtlingskindern Jamila & Adnan und dem Paläontologen Alvin Duvernay, der für Shell arbeitet, durch Amerika, dem UK, Indien, Nigeria, Jordanien und den Alpen. THE AGE OF STUPID kam 2009 in die Kinos und war einer der meist beachtesten Filme dieses Jahres (Trailer).

THE AGE OF STUPID wurde sowohl im Produktions- als auch im Vertriebs-Stadium komplett über Crowdfunding finanziert. Franny Amstrong und ihr Produzent John Battsek waren in der Lage, das gesamte Budget von 450 000 britischen Pfund über Crowdfunding einzusammeln. Sie verkauften ‚Anteile‘ an Individuen und Gruppen einschließlich eines Hockey Teams und eines Gesundheitszentrums. Die 228 Investoren gaben jeweils zwischen 500 und 35 000 Pfund, dafür steht jedem ein Prozentsatz des Gewinns zu, den der Film erwirtschaftet. Dasselbe gilt für die Crew, die weit unter Tarif arbeitete. Ein interessanter Nebenaspekt dieses Finanzierungsmodells ist, dass Amstrong und Battsek in der starken Position sind, dass ihnen alle Rechte an THE AGE OF STUPID gehören.