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Die Ungewissheit um den Flug MH370: Mit Crowdfunding die Hoffnungen nähren

Nach drei Monaten intensiver Suchaktionen gibt es weiterhin keine Hinweise auf den Verbleib der Boeing 777, die am 8. März auf dem Flug MH370 von Kuala Lumpur nach Beijing verschwunden ist. Für die Angehörigen der 239 Fluggäste und der Crew kein Grund, die Hoffnung aufzugeben und so nehmen sie die Suche in ihre eigenen Hände. Mit einer Crowdfunding Kampagne möchte ein siebenköpfiges Team fünf Millionen Dollar einsammeln, um die Nachforschungen fortzusetzen. Die Crowdfundingaktion läuft vom 08.06. bis 08.07.2014.

Die Schlagzeilen und Gerüchte darüber, was auf dem Flug MH370 passiert sein könnte, reichen von einer brennenden Maschine, die am Himmel gesichtet worden sein soll, über den Abschuss des Flugzeuges durch das Militär, bis hin zu dem Verdacht des ehemaligen Malaysischen Präsidenten Dr. Mahathir Mohamad, dass die CIA bei diesem Thema etwas zu verbergen hätte.

In der Zwischenzeit waren knapp 40 Schiffe und 22 Flugzeuge in die Rettungs- und Suchaktion der Boeing 777 involviert. Die Hilfe kam von Malaysia, Vietnam, China, Singapur und den USA. Einige Nachrichtenseiten berichten von dem Einsatz der Bluefin-21, einer Unterwasserdrohne, die den Bereich, in dem das Flugzeug abgestürzt sein könnte, systematisch nach Wrackteilen abgesucht hat.

Nachdem die Maßnahmen keine neuen Erkenntnisse zur tatsächlichen Absturzstelle oder zum Verbleib des Flugzeuges bringen konnten, werden die Verschwörungstheorien lauter. Verschwörungstheorien in dem Sinne, dass die Untersuchungen nicht neutral geführt und nicht alle Erkenntnisse veröffentlicht wurden.

Aus diesem Grund haben sich Ghislain Wattrelos, Sarah Bajc, K.S. Narendran, Pralhad Shirseth, Peter Weeks – die nach ihren Angehörigen suchen – sowie Maarten Van Sluys, der 2009 seine Schwester auf dem Air France447 verloren hat, und Ethan Hunt, ein Geschäftsmann, zusammengetan und die Kampagne „$5,000,000 Reward MH370 – In Search Of The Truth – Find The Plane & Passenger“ auf Indiegogo gestartet.

Die Aufgabe für den Kampagnenleiter Ethan Hunt wird ähnlich herausfordernd, wie für den gleichnamigen Acionhelden aus Mission Impossible. Auch hier scheint eine schier unmögliche Aufgabe auf ihre Erfüllung zu warten.

Wenn man versucht über Ethan Hunt mehr zu erfahren, landet man auf der Firmenseite, die unter den Punkten „Terms of Service“ und „Privacy Policy“ nur ein Coming Soon zu stehen hat. Die letzten News sind aus 2013. Übereinstimmend, mit dem Zeitraum, als die Firma Rapide 3D auf Indiegogo eine Crowdfundingaktion für ihr Produkt, den 3d-Printer, laufen hatte. Die Aktion konnte damals erfolgreich abgeschlossen werden.

Ob sich auch die fünf Millionen Dollar in 30 Tagen sammeln lassen, bleibt abzuwarten. Das Geld soll zum einen für Hinweisgeber eingesetzt werden, als auch weitere Untersuchungen und Nachforschungen finanzieren. Das Kampagnen-Team möchte sich für mehr Sicherheit einsetzen, sollten die Ergebnisse auf Mängel oder Versäumnisse hinweisen.

Für den schon erwähnten Air France447 Flug von Rio de Janeiro nach Paris, der am 31. Mai /1. Juni 2009 über dem Atlantik abgestürzt ist, wurden mehr als zwei Jahre und insgesamt fünf Suchphasen benötigt bis das Wrack gefunden werden konnte.

Bleibt abzuwarten, ob in 30 Tagen die 5 Mio. Dollar zusammen kommen werden und wann es neue Erkenntnisse über die MH370 geben wird.

Kennt ihr weitere Beispiele, in denen Crowdfunding eingesetzt wurde, um Such- und Rettungsaktionen umzusetzen?

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